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Lösung für den Fortbestand der Stadtbibliothek

Treffen mit dem BibliotheksfördervereinAm Dienstag, dem 25. November, trafen sich Dr. Konrad Minkner und Christel Schmeer als Vertreter des Bibliotheksfördervereins mit Bürgermeister Hanns-Michael Noll, Astrid Hildebrand-Besecke als Leiterin des Städtischen Kurbetriebs und Gudrun Mehnert als Geschäftsführerin der Arbeitsförderungsgesellschaft im Kleinen Schloss, um über die Zukunft der Stadtbibliothek zu sprechen.

Die Stadt ist kürzlich heftig in die Kritik geraten, als bei der Beratung über den Haushalt mit dem dazugehörigen Konsolidierungskonzept das missverständlich gewählte Wort „Schließung“ im Zusammenhang mit der städtischen Bibliothek auftauchte. Bürgermeister Noll bat bei den Vereinsmitgliedern um Entschuldigung dafür, dass die Angelegenheit so unglücklich verlaufen ist und im Vorfeld nicht mit dem Verein darüber gesprochen wurde.

Es stand von Anfang an nicht zur Debatte, die Stadtbibliothek zu schließen, sondern umzustrukturieren. Aufgrund des nun entstandenen öffentlichen Drucks ist man einer Lösungsfindung aber positiverweise schnell nahe gekommen. Die Idee des Städtischen Kurbetriebs, dem die Bibliothek seit dem 1. Januar 2014 zugehört, ist es, selbige an einen neuen Betreiber zu übergeben, wobei die bisherigen Räumlichkeiten erhalten bleiben und der Medienbestand komplett mit übergeben wird.

Dieser neue Betreiber wurde schnell gefunden: Die Arbeitsförderungsgesellschaft Harz, kurz AFG, unter der Leitung von Gudrun Mehnert wird diese Aufgabe übernehmen. Aufgrund der Möglichkeit der AFG, spezielle Fördertöpfe auszuschöpfen, wird somit die Möglichkeit geschaffen, eine Vollzeitstelle für die Besetzung der Bibliothek einzurichten sowie eine geringfügig beschäftigte Person zur Unterstützung einzusetzen. Somit entsteht der positive Nebeneffekt, erweiterte Öffnungszeiten und ein Mehr an kulturellem Angebot, z.B. durch mehr Lesungen, anzubieten.

Da seitens des Bibliotheksfördervereins keine Möglichkeit besteht, die Bibliothek selbst zu betreiben, wird der Vorschlag positiv aufgenommen und die Arbeit des Vereins in enger Zusammenarbeit mit der AFG fortgesetzt. Da letztere in Kürze ihren Geschäftsstandort von Elbingerode nach Blankenburg (Harz) in die Tränkestraße 1 verlegen wird, entstehen hier auch keine langen Wege.

Die Stadtbibliothek wird nicht nur – langfristig durch die AFG – weiter geführt, sondern im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten modernisiert und verbessert. Perspektivisch ist angedacht, im ehemaligen chinesischen Restaurant am Markt ein Lesecafé als Angebot – besonders für Kinder und Jugendliche – zu schaffen. Auf lange Sicht können sich die Beteiligten vorstellen, die Bibliothek ganz in diese Räume zu verlagern. Aber dies wird erst nach und nach in kleinen Schritten erfolgen. Die Möglichkeit der „Onleihe“ – einem digitalen Ausleihportal für Bibliotheken, kann wieder untersucht werden. In Trägerschaft der Stadt war dies aus Kostengründen nicht umsetzbar.

Für den Leser werden sich erst einmal keine Auswirkungen ergeben – höchstens an den Öffnungszeiten könnten die ersten positiv spürbaren Veränderungen bemerkt werden.

Foto (v.l.n.r.): Bürgermeister Hanns-Michael Noll, Christel Schmeer, Astrid Hildebrand-Besecke, Gudrun Mehnert, Dr. Konrad Minkner



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