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Bürgermeister richtet Dank an alle Helferinnen und Helfer

Danke!Was drei Tage Dauerregen anrichten können, mussten wir ab Anfang der Woche mit ansehen. Harmlos anmutende Flüsse und Bäche verwandelten sich binnen kurzer Zeit in reißende Gewässer und traten über ihre Ufer. Straßen wurden überspült, Gebäude geflutet, Keller standen unter Wasser, Brücken wurden verstopft, Menschen waren eingeschlossen, Bäume umgestürzt, Abflüsse verstopft… Sirene und Martinshorn standen fast nicht still.

Die Holtemme und die Rothe in der Stadt Derenburg forderten die Einsatzkräfte von den Freiwilligen Feuerwehren, dem Technischen Hilfswerk und der Bundeswehr sowie die vielen Helferinnen und Helfer aus der Bevölkerung in besonderem Maße. Aber auch in Cattenstedt und Wienrode kamen die Kameradinnen und Kameraden nicht zur Ruhe, den Jordan und den Silberbach zu sichern und Keller auszupumpen. Das Kloster Michaelstein, die Teufelsbad Fachklinik, das Birkental und der Pfeifenkrug waren Einsatzschwerpunkte in der Kernstadt. Darüber hinaus waren die Gnauck-Kühne-, August-Bebel-, Kloster-, Herzog-, Waldfrieden-, Berg-, Albert-Schneider- und Harlippenstraße sowie die Lerchenbreite und der Schlossberg Einsatzorte. In der Gartenstraße musste das Erdgeschoss des „Hauses am Stadtpark“ evakuiert werden. In der Tränkestraße gab es darüber hinaus noch einen Fehlalarm einer Brandmeldeanlage.

Insgesamt dauerten die Einsätze seit Dienstagmittag rund 90 Stunden. Es waren mehr als einhundert Kameradinnen und Kameraden der Blankenburger, Börnecker, Cattenstedter, Derenburger, Heimburger, Hüttenröder, Timmenröder und Wienröder Freiwilligen Feuerwehren im Einsatz. Dazu kamen Kameraden der Bundeswehrfeuerwehr, Bundeswehrsoldaten, Kräfte des Technischen Hilfswerks, Mitarbeiter der Stadtverwaltung und des Technischen Eigenbetriebes, Mitarbeiter des Klosters Michaelstein und zahlreiche Anwohner und freiwillige Helfer. Zahlreiche ortsansässige Firmen haben mit Personal und Technik bei der Bewältigung der Flut und deren Folgen geholfen. Fremdkräfte kamen zur Unterstützung aus Eilenstedt, Schlanstedt, Benneckenstein, Heudeber, Danstedt, Stiege, Thale und Ermsleben.

Im Gewerbegebiet Lerchenbreite haben sich Katastrophenschutzeinheiten gesammelt, welche durch den Kreisbrandmeister Kai-Uwe Lohse eingewiesen und im Landkreis eingesetzt wurden. Aus Anhalt-Bitterfeld waren 20 Fahrzeuge mit 160 Mann im Einsatz und brachten 172000 Sandsäcke extra aus dieser Region.

Blankenburgs stellvertretender Bürgermeister Andreas Flügel begleitete zahlreiche Einsätze und machte sich vor Ort ein Bild der Lage. „Ich ziehe den Hut vor den Einsatzkräften und allen Helfern!“, fasst er das Erlebte zusammen. „Die Einsätze liefen sehr gut koordiniert und besonnen ab, alle arbeiteten Hand in Hand. An dieser Stelle möchte ich mich auch bei den Einwohnerinnen und Einwohnern herzlich für ihr Verständnis und vor allem ihre große Hilfsbereitschaft bedanken.“

Bürgermeister Heiko Breithaupt meldete sich aus seinem Urlaub und übermittelte ebenfalls seinen herzlichen Dank an alle Akteure. „Aus der Ferne zusehen und in den Nachrichten verfolgen zu müssen, wie meine Kameradinnen und Kameraden – seien es die Feuerwehren oder das Technische Hilfswerk, aber auch alle weiteren Helferinnen und Helfer im pausenlosen Einsatz ihre ganzen Kräfte aufbringen, um die Region vor dem Schlimmsten zu bewahren, war sehr schwer für mich. Umso beruhigter bin ich, zu wissen, dass dieser Zusammenhalt vor Ort herrscht, jeder anpackt und tatkräftig unterstützt. Das macht mich stolz! Nun gilt es, wieder aufzuräumen und eine Bestandsaufnahme der Schäden zu machen. Unseren Einsatzkräften und Helfern wünsche ich, dass sich die Lage schnellstens normalisiert und sie zur Ruhe kommen, durchatmen und nach den ereignisreichen und erschöpfenden Tagen wieder Kräfte sammeln können. Mein herzlicher Dank an alle Beteiligte!“

(Bildquelle: Pixabay)



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