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Die Teufelsmauer

Die wohl auffälligste und bekannteste geologische Sehenwürdigkeit Blankenburgs ist der von allen Besuchern dieser Landschaft seit jeher bewunderte, als "Heidelberg" bezeichnete Abschnitt der Teufelsmauer, die zwischen dem östlichen Ortsrand der Stadt Blankenburg (Harz) über Blankenburgs Ortsteil Timmenrode bis hin nach Weddersleben-Neinstedt die Landschaft prägt. Sie ist schon den ältesten Harzschriftstellern aufgefallen. Ihre bizarren Formen gaben Veranlassung zur Entstehung vieler Sagen.

Gott und Teufel stritten sich um den Besitz der Erde; sie einigten sich, Gott sollte das fruchtbare Flachland behalten, der Teufel aber das erzhaltige Harzgebirge bekommen, wenn er bis zum ersten Hahnenschrei eine Grenzmauer fertig hätte. Er baute sie am Harzrande. Als noch ein Stein fehlte, krähte der Hahn. Die Arbeit war vergeblich und die Mauer stürzte zusammen.

Der Sandstein des Naturdenkmals Teufelsmauer entstand vor ca. 85 Millionen Jahren als Ablagerung in den Meeren der Oberkreide (Santon), als Dinosaurier unsere Erde bevölkerten. Am Ende der Kreidezeit und im Tertiär wurden diese Schichten durch Hebung des Harzes steil aufgerichtet, so dass entlang des nördlichen Harzrandes eine Schichtrippenlandschaft von einmaligen Reiz entstand. Von dem durch den Blankenburger Bürgermeister Löbbecke im Jahre 1853 geschaffenen Weg direkt auf dem Kamm der Teufelsmauer bieten sich herrliche Blickbeziehungen in alle Richtungen, auf den Harzrand und auch über dessen nördliches Vorland. Der Weg verbindet den als Aussichtspunkt für Blankenburg (Harz) erschlossenen bizarren Großvaterfelsen mit dem Hamburger Wappen bei Timmenrode. Dazwischen liegen zahlreiche weitere markante Klippen mit phantasievollen Namen wie Turnerfelsen, Hohe Sonne, Fahnenfelsen, Schweinekopf, Teufelskessel, Zwergenhöhle oder Ludwigsfelsen, der in seinem Profil an Ludwig XVIII. erinnert, der 1796 nach Blankenburg (Harz) emigriert war.

Etwa in der Mitte wird die Teufelsmauer durch einen Pass, dem sogenannten Sautrog, zerschnitten. Hier führen alte Wege entlang , die im Mittelalter von einer Felswarte aus kontrolliert wurden.

In der Nähe befinden sich die "Gewittergrotte" und der Fuchsbau, ein künstlicher begehbarer Felskeller. Das östliche Ende der Blankenburger Teufelsmauer wird durch eine kleine mittelalterliche Wehranlage, die Kucksburg, beherrscht.

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