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Informationen für Unternehmen

Sehr geehrte Unternehmer und Unternehmerinnen,

durch die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus erleben wir eine nie dagewesene Situation. Das öffentliche Leben steht nahezu still und auch Sie spüren die Auswirkungen deutlich in Ihrem Unternehmen – seien Sie von Schließungen oder Veranstaltungsabsagen direkt betroffen, durch Lieferengpässe nicht mehr arbeitsfähig oder aufgrund mangelnder Aufträge oder durch Einschränkung der Reisefähigkeit zur Untätigkeit gezwungen.

Nachfolgend haben wir Informationen zu Unterstützungsleistungen für Sie zusammengetragen.

Soforthilfe für Kleinstunternehmen und Soloselbständige

Mit dem Programm Sachsen-Anhalt ZUKUNFT Die Corona-Soforthilfe unterstützen der Bund und das Land Sachsen-Anhalt Soloselbständige, Angehörige freier Berufe und kleinere Unternehmen bei der Überbrückung von akuten Liquiditätsengpässen. Die Finanzhilfe soll zur Existenzsicherung und zur Aufrechterhaltung der Betriebsfähigkeit dienen. Geltend gemacht werden können alle laufenden betrieblichen Kosten wie Mieten (für Produktionsstätten, Büros usw.), Pachten, Leasingraten (für Maschinen, Autos und ähnliches), Versicherungen, Energiekosten und Instandhaltungskosten. Sofern der Vermieter die Miete reduziert, kann der ggf. nicht ausgeschöpfte Zuschuss auch für zwei weitere Monate eingesetzt werden.

Um die Soforthilfen beziehen zu können, müssen Antragsteller wirtschaftliche Schwierigkeiten (Existenzbedrohung bzw. Liquiditätsengpass) infolge der Corona-Pandemie nachweisen können. Das heißt konkret, dass das jeweilige Unternehmen vor März 2020 nicht in wirtschaftlichen Schwierigkeiten gewesen sein darf und der Schadenseintritt nach dem 11. März 2020 erfolgt sein muss.

Downloads:

Auf den Seiten der Investitionsbank (IB) des Landes ist seit 30.03.2020 das Antragsverfahren sowie die Antragsunterlagen online. Die Anträge sollen mit geringem bürokratischen Aufwand und sehr schnell bewilligt werden.

Bitte senden Sie die vollständig ausgefüllten und unterschriebenen Antragsunterlagen per E-Mail an soforthilfe-corona@ib-lsa.de. In Kürze soll die Antragstellung auch online möglich sein. Sobald dieses Verfahren eingerichtet ist, informiert die IB.

Die Anträge können bis zum 31. Mai 2020 eingereicht werden. Die Bundesregierung und das Land Sachsen-Anhalt stellen die Mittel zur Verfügung, um den Antragsberechtigten die Soforthilfe zu gewähren.

Die IB rechnet mit vielen Tausend Anträgen. Sie arbeite mit Hochdruck, um die Hilfen schnellstmöglich auszuzahlen. Sie können helfen, indem Sie vorzugsweise die Antragsunterlagen per E-Mail schicken oder – sobald vorhanden – von der Online-Antragstellung Gebrauch machen.
Den Postweg sollten Sie bitte nur im Ausnahmefall wählen, weil hier mit längeren Bearbeitungszeiten gerechnet werden muss.
Die IB bittet, von Nachfragen möglichst abzusehen.

Wer wird gefördert?

  • Soloselbständige
  • Unternehmen mit bis zu 50 Erwerbstätigen
  • Freiberufler

Was wird gefördert?

  • Betriebsausgaben, die aufgrund der wirtschaftlichen Auswirkungen der Covid 19-Pandemie nicht aus eigener Liquidität bezahlt werden können

Merkmale:

  • Einmalige, nicht rückzahlbare Leistung bezogen auf die Anzahl der Beschäftigten bei Antragstellung- - bis zu 5 Erwerbstätige bis zu 9.000 Euro
    - bis zu 10 Erwerbstätige bis zu 15.000 Euro
    - bis zu 25 Erwerbstätige bis zu 20.000 Euro
    - bis zu 50 Erwerbstätige bis zu 25.000 Euro
  • Auszahlung erfolgt schnellstmöglich nach Eingang des vollständigen Förderantrages

Zu beachten:

  • Senden Sie das vollständig ausgefüllte und unterschriebene Antragsformular als Scan (PDF) bis spätestens zum 31. Mai 2020 an soforthilfe-corona@ib-lsa.de.
  • Für postalisch eingehende Anträge ist mit einer längeren Bearbeitungszeit zu rechnen
  • Die zweckentsprechende Verwendung der Soforthilfe ist nachzuweisen

Um die beantragten Hilfen schnellstmöglich auszuzahlen, bündelt die Investitionsbank ihre Kapazitäten.

Ziel sei es, die Hilfen innerhalb von wenigen Tagen nach Antragseingang auszuzahlen.

Neben Solo-​Selbständigen und Unternehmen können auch Künstler, Kulturschaffende sowie landwirtschaftliche Unternehmen einen Zuschuss beantragen.

Außerdem sollen die Insolvenzregeln geändert werden. Wer aufgrund von Corona in den nächsten Monaten in Zahlungsschwierigkeiten gerät, muss vorerst keine Insolvenz anmelden.

IB-Darlehen für kleine und Kleinstunternehmen

Sachsen-Anhalt hat ab 06.04.2020 die Soforthilfe erweitert und im Förderprogramm Sachsen-Anhalt Zukunft das IB-Darlehen für kleine und Kleinstunternehmen (De-minimis) auf den Weg gebracht.

Kleinen und Kleinstunternehmen, die durch die Auswirkungen der Covid 19-Pandemie unverschuldet in eine wirtschaftliche Notlage geraten sind, stellt die Investitionsbank im Auftrag des Landes Sachsen-Anhalt ein Darlehen zur Liquiditätssicherung zur Verfügung.

Die vollständig ausgefüllten und unterschriebenen Antragsunterlagen sollen per E-Mail an Darlehen-corona@ib-lsa.de gesandt werden. Eine Online-Antragstellung soll in Kürze ermöglicht werden.

Wer wird gefördert?

bestehende Unternehmen/Freiberufler mit bis zu 50 Mitarbeitern

Was wird gefördert?

Liquiditätssicherung

Merkmale:

  • Darlehen bis zur vollen Höhe des Finanzierungsbedarfs (mind. 10.000 Euro, max. 150.000 Euro)
  • 2 Jahre zins- und tilgungsfrei
  • keine Sicherheitenbestellung

Zu beachten:

  • es ist u.a. ein Nachweis zu erbringen, dass per 31.12.2019 die Kriterien für „Unternehmen in Schwierigkeiten“ nicht erfüllt worden sind und die Auswirkungen der Corona-Krise plausibel dargestellt werden können („Corona-Krisen-Fall“)
  • keine Ablösung bestehender Verbindlichkeiten oder des Engagements eines Kreditinstituts
  • keine Vorfinanzierung der erstattungspflichtigen Mehrwertsteuer
  • keine Finanzierung exportbezogener Tätigkeiten
  • senden Sie die vollständig ausgefüllten und unterschriebenen Antragsunterlagen in EINEM PDF-Dokument per E-Mail an Darlehen-corona@ib-lsa.de
  • Bitte verwenden Sie zum Ausfüllen der Antragsformulare ausschließlich den Adobe Acrobat Reader in der neusten Version. Nur so ist sichergestellt, dass eingegebene Daten in den PDF-Dateien korrekt gespeichert werden. Den passenden Download für Ihr Betriebssystem finden Sie hier: https://get.adobe.com/de/reader/
  • Bitte beachten Sie, dass der unverschlüsselte E-Mailversand unsicher und mit diversen Risiken verbunden ist.

Konditionen:

NOMINALER ZINSSATZ P.A.0,00 %
Laufzeit / Zinsbindung10 Jahre / 10 Jahre
Zinssatz 1. - 2. Jahr0,00 %
davon zins- und tilgungsfrei2 Jahre
Anschlusskonditionen ab 3. Jahrnom. 2,69 % p.a.

Unterlagen:

Richtlinien/Merkblätter

Zur Antragstellung

Nach Bewilligung

KfW-Schnellkredit für den Mittelstand

Stand: 08.04.2020

Für Anschaffungen (Investitionen) und laufende Kosten (Betriebsmittel) können mittelständische Unternehmen bald den neuen KfW-Schnellkredit beantragen.

Der Kredit wird zu 100 % abgesichert durch eine Garantie des Bundes. Das erhöht Ihre Chance deutlich, eine Kreditzusage zu erhalten.

Das Wichtigste:

  • Förderkredit für Anschaffungen und laufende Kosten
  • für Unternehmen mit mehr als 10 Mitarbeitern, die mindestens seit Januar 2019 am Markt sind
  • 100 % Risikoübernahme durch die KfW
  • keine Risikoprüfung durch Ihre Bank
  • Max. Kreditbetrag: bis zu 3 Monatsumsätze des Jahres 2019
    - Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten erhalten max. 500.000 Euro
    - Unternehmen mit mehr als 50 Beschäftigten erhalten max. 800.000 Euro
  • 10 Jahre Laufzeit
  • Voraussetzung: Sie haben zuletzt einen Gewinn erwirtschaftet – entweder 2019 oder im Durchschnitt der letzten 3 Jahre

Die KfW arbeitet daran, dass Sie den KfW-Schnellkredit bald beantragen können.

KfW Sonderprogramm 2020

Stand: 24.03.2020

Download Faktenblatt KfW Sonderprogramm 2020 (PDF)

Informationsseiten der KfW

Das Bundeswirtschaftsministerium informiert auf seinen Internetseiten über das zusätzliche KfW-Sonderprogramm, welches gestern auf den Weg gebracht wurde: Erweiterte Hilfen für die Wirtschaft. Anträge ab sofort möglich. Risikoübernahme durch KfW bis zu 90% sowie Zinssenkungen.

Am Montag, 23.03.2020, ging das neue KfW-Sonderprogramm 2020 an den Start. Die Mittel hierfür seien unbegrenzt, heißt es. Es stehe sowohl kleinen, mittelständischen Unternehmen als auch Großunternehmen zur Verfügung. Die Kreditbedingungen würden nochmals verbessert. Niedrigere Zinssätze und eine vereinfachte Risikoprüfung der KfW bei Krediten bis zu 3 Mio. Euro sollen weitere Erleichterung für die Wirtschaft schaffen. Eine höhere Haftungsfreistellung durch die KfW von bis zu 90 Prozent bei Betriebsmitteln und Investitionen von kleinen und mittleren Unternehmen sollen Banken und Sparkassen die Kreditvergabe erleichtern.

Es komme darauf an, den Unternehmen schnell und unbürokratisch zu helfen. Eine wichtige Säule sei der Zugang zu Liquidität. Die verbesserten Förderbedingungen im KfW-Sonderprogramm 2020 seien eine wichtige Stütze für die Wirtschaft. Anträge würden schnell und unbürokratisch abgewickelt. Die Auszahlung erfolge schnellstmöglich.

Die Banken und die KfW hätten sich intensiv auf den Start des Programmes vorbereitet. Der Bund übernehme fast vollständig die Haftung und die Kreditmargen seien extrem niedrig.

Das KfW-Sonderprogramm 2020 wird über die Programme KfW-Unternehmerkredit (037/047) und ERP-Gründerkredit - Universell (073/074/075/076) umgesetzt, deren Förderbedingungen modifiziert und erheblich erweitert werden. Daneben ermöglicht das Sonderprogramm „Direktbeteiligung für Konsortialfinanzierung“ (855) große Konsortialfinanzierungen unter Risikobeteiligung der KfW.

Die Programme stehen Unternehmen zur Verfügung, die wegen der Corona-Krise vorübergehend in Finanzierungsschwierigkeiten geraten sind. Konkret heißt dies, dass alle Unternehmen, die zum 31.12.2019 nicht in Schwierigkeiten waren, einen Kredit beantragen können. Es können Investitionen und Betriebsmittel finanziert werden.

Anträge können ab sofort über die Hausbank gestellt werden. Auszahlungen erfolgen schnellstmöglich. Eine einfache und unbürokratische Antragsbearbeitung wird sichergestellt.

 

 

Beratungsförderung für KMU und Freiberufler

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) hat am Freitag eine Förderung für kleine und mittlere Unternehmen sowie Freiberufler, die von der Corona-Krise betroffen sind, auf den Weg gebracht. Hierbei geht es um die Förderung von professionellen Beratungen zur Bewältigung der aktuellen Herausforderungen bis zu einer Höhe von 4000 Euro ohne Eigenanteil.

Das neue Förderprogramm mit dem Namen „Förderung unternehmerischen Know-hows“ fasst die bisherigen Programme „Förderung unternehmerischen Know-hows durch Unternehmensberatung“, „Gründercoaching Deutschland“, „Turn-Around-Beratung“ und „Runder Tisch“ zusammen. Zuständig für die Umsetzung des Programms ist das BAFA. Die Maßnahme wird aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) der Europäischen Union kofinanziert.

Das Förderprogramm richtet sich an Unternehmen, die bereits gegründet sind. Beratungen vor einer Gründung können nicht mit diesem Programm bezuschusst werden.

Antragsberechtigt:

  • Junge Unternehmen, die nicht länger als zwei Jahre am Markt sind (Jungunternehmen)
  • Unternehmen ab dem dritten Jahr nach der Gründung (Bestandsunternehmen)
  • Unternehmen, die sich in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befinden – unabhängig vom Unternehmensalter (Unternehmen in Schwierigkeiten)

Die Unternehmen müssen ihren Sitz in der Bundesrepublik Deutschland haben und der EU-Mittelstandsdefinition für kleine und mittlere Unternehmen entsprechen.
Zusätzlich müssen Unternehmen in Schwierigkeiten die Voraussetzungen im Sinne von Nummer 20 Buchstabe a oder Nummer 20 Buchstabe b der Leitlinien für staatliche Beihilfen zur Rettung und Umstrukturierung nichtfinanzieller Unternehmen in Schwierigkeiten (2014/249/01) erfüllen.

Als Gründungsdatum zählt bei gewerblich Tätigen der Tag der Gewerbeanmeldung bzw. des Handelsregisterauszugs, bei Freiberuflern die Anmeldung beim Finanzamt.

Nicht antragsberechtigt sind unabhängig vom Beratungsbedarf:

  • Unternehmen sowie Angehörige der Freien Berufe, die in der Unternehmens-, Wirtschaftsberatung, Wirtschafts- oder Buchprüfung oder Steuerberatung bzw. als Rechtsanwalt, Notar, Insolvenzverwalter oder in ähnlicher Weise beratend oder schulend tätig sind oder tätig werden wollen.
  • Unternehmen, über deren Vermögen ein Insolvenzverfahren eröffnet wurde oder die die Voraussetzungen für die Eröffnung eines solchen Verfahrens erfüllen.
  • Unternehmen, die in einem Beteiligungsverhältnis zu Religionsgemeinschaften, juristischen Personen des öffentlichen Rechts oder zu deren Eigenbetriebe stehen.
  • Gemeinnützige Unternehmen und gemeinnützige Vereine sowie Stiftungen.

Zu beachten ist des Weiteren, dass Beratungen von Unternehmen, z. B. Unternehmen der landwirtschaftlichen Primärerzeugung, der Fischerei und Aquakultur oder zu Inhalten, die gemäß Artikel 1 Absatz 1 der Verordnung (EU) Nr. 1407/2013 ausgeschlossen sind, nicht gefördert werden können.

Fördergegenstand:

Allgemeine Beratungen:

Allgemeine Beratungen zu allen wirtschaftlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Fragen der Unternehmensführung.

Spezielle Beratungen:

Um strukturellen Ungleichheiten zu begegnen, können zusätzlich zu den Themen einer allgemeinen Beratung weitere Beratungsleistungen gefördert werden. Hierzu gehören Beratungen von Unternehmen, die

  • von Frauen geführt werden.
  • von Migrantinnen oder Migranten geführt werden.
  • von Unternehmern/innen mit anerkannter Behinderung geführt werden.
  • zur besseren betrieblichen Integration von Mitarbeiterinnen oder Mitarbeitern mit Migrationshintergrund beitragen.
  • zur Arbeitsgestaltung für Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter mit Behinderung beitragen.
  • zur Fachkräftegewinnung und -sicherung beitragen.
  • zur Gleichstellung und besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf beitragen.
  • zur alternsgerechten Gestaltung der Arbeit beitragen.
  • zur Nachhaltigkeit und zum Umweltschutz beitragen.

Unternehmen in Schwierigkeiten können eine Förderung erhalten für eine Unternehmenssicherungsberatung zur Wiederherstellung der wirtschaftlichen Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit. Zusätzlich können Unternehmen in Schwierigkeiten zur Vertiefung der Maßnahmen einer Unternehmenssicherungsberatung eine weitere Folgeberatung zu allen wirtschaftlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Fragen der Unternehmensführung gefördert werden.

Bestandsunternehmen dürfen pro Beratungsschwerpunkt nicht mehr als fünf Tage in Anspruch nehmen. Die Beratungstage müssen nicht aufeinanderfolgen. Die Berichterstellung sowie die Reisezeiten können außerhalb dieses Zeitrahmens liegen. Diese Begrenzung gilt nicht für Jungunternehmen oder Unternehmen in Schwierigkeiten. Hier kann die Maßnahme über den gesamten Förderzeitraum (maximal 6 Monate) durchgeführt und abgerechnet werden.

Alle Unternehmen können bis zur Ausschöpfung der jeweils maximal förderfähigen Beratungskosten (Bemessungsgrundlage) pro Beratungsschwerpunkt mehrere Anträge auf Förderung stellen. Die jeweilige Fördermaßnahme muss als Einzelberatung durchgeführt werden, Seminare oder Workshops werden nicht berücksichtigt. Die Beratungsleistung muss vom Berater in einem schriftlichen Beratungsbericht dokumentiert werden.

Nicht gefördert werden Beratungen, die

  • ganz oder teilweise mit anderen öffentlichen Zuschüssen einschließlich Mitteln der Strukturfonds und des ESF finanziert werden.
  • Vermittlungstätigkeiten beinhalten und/oder deren Zweck auf den Erwerb von bestimmten Waren oder Dienstleistungen gerichtet ist, die von den Beraterinnen oder Beratern selbst vertrieben werden.
  • überwiegend Rechts- und Versicherungsfragen sowie steuerberatende Tätigkeiten, wie z. B. die Ausarbeitung von Verträgen, die Aufstellung von Jahresabschlüssen oder Buchführungsarbeiten zum Inhalt haben.
  • überwiegend gutachterliche Stellungnahmen zum Inhalt haben.
  • den Verkauf/Vertrieb von Gütern oder Dienstleistungen, insbesondere individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL) sowie sonstige Umsatz steigernde Maßnahmen einschließlich des entsprechenden Marketings von Ärztinnen oder Ärzten, Zahnärztinnen oder Zahnärzten, Psychotherapeutinnen oder Psychotherapeuten, Heilpraktikerinnen und Heilpraktikern und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zum Inhalt haben.
  • ethisch-moralisch nicht vertretbare oder gegen Recht und Ordnung verstoßende Inhalte zum Gegenstand haben.

Förderhöhe:

Die Höhe des Zuschusses orientiert sich an den maximal förderfähigen Beratungskosten (Bemessungsgrundlage) sowie dem Standort des Unternehmens. Für Sachsen-Anhalt sind dies:

 

UnternehmensartBemessungsgrundlageFördersatzmaximaler Zuschuss
Junge Unternehmen nicht länger als 2 Jahre am Markt4.000 Euro80 %3.200 Euro
Bestandsunternehmen ab dem dritten Jahr nach Gründung3.000 Euro80 %2.400 Euro
Unternehmen in Schwierigkeiten3.000 Euro90 %2.700 Euro

Berater*in:

Selbständige Beraterinnen und Berater bzw. Beratungsunternehmen, die ihren überwiegenden Umsatz (> 50 %) aus ihrer Beratungstätigkeit erzielen, sind im Förderverfahren zugelassen. Sie müssen darüber hinaus über die erforderlichen Fähigkeiten verfügen und einen Qualitätsnachweis erbringen, der die Planung, Durchführung, Überprüfung und Umsetzung der Arbeits- und Organisationsabläufe aufzeigt. Die Beraterin oder der Berater muss eine richtlinienkonforme Durchführung der Beratung gewährleisten.
Zum Nachweis seiner Beratereigenschaft muss das Beratungsunternehmen eine Beratererklärung, einen Lebenslauf sowie einen Qualitätsnachweis (Nachweis eines Qualitätsmanagementsystems) hochladen. Die Nachweise müssen spätestens zu dem Zeitpunkt vorliegen, zu dem das BAFA über die Bewilligung des Zuschusses entscheidet, also nach Vorlage der Verwendungsnachweise.

Antragstellung:

  1. Vor Antragstellung müssen Jungunternehmen und Unternehmen in Schwierigkeiten ein kostenloses Informationsgespräch mit einem regionalen Ansprechpartner über die Zuwendungsvoraussetzungen führen. Bestandsunternehmen ist es freigestellt, ein Informationsgespräch in Anspruch zu nehmen. Die Auswahl des regionalen Ansprechpartners ist den jeweiligen Unternehmen überlassen. Es muss sich um einen bei einer Leitstelle registrierten regionalen Ansprechpartner handeln, der auf der „Liste Regionalpartner der Leitstelle“ (ganz unten auf der Seite unter „Informationen zum Thema“ im Reiter „Zum Thema“).
  2. Zwischen Gespräch und Antragstellung dürfen nicht mehr als drei Monate liegen.
  3. Anträge auf Gewährung eines Zuschusses zu den Kosten einer geplanten Beratung können nur online über die Antragsplattform des BAFA gestellt werden (ganz unten auf der Seite unter Informationen zum Thema siehe Reiter „Formulare“). Antragsteller und Zuwendungsempfänger ist das beratene Unternehmen.
  4. Die eingeschaltete Leitstelle prüft vorab die formalen Fördervoraussetzungen und informiert das Unternehmen über das Ergebnis, die Bedingungen der Förderungen sowie die Vorlagefristen für den Verwendungsnachweis. Anschließend leitet sie die Unterlagen an das BAFA zur Entscheidung weiter.
  5. Erst nach Erhalt dieser unverbindlichen Inaussichtstellung der Förderung kann mit der Beratung begonnen werden, ansonsten kann kein Zuschuss gewährt werden. Eine rückwirkende Förderung ist ausgeschlossen. Als Beginn der Beratung zählt auch der Abschluss eines Vertrages über die zu erbringende Maßnahme.

Nachweise:

  • Spätestens sechs Monate nach Erhalt des Informationsschreibens müssen der Leitstelle folgende Unterlagen im elektronischen Verfahren vollständig vorgelegt werden:
  • Ausgefülltes und vom Antragstellenden eigenhändig unterschriebenes Verwendungsnachweisformular
  • Vom Antragstellenden ausgefülltes und unterschriebenes Formular zur EU-KMU und -Erklärung
  • Das Bestätigungsschreiben des regionalen Ansprechpartners über die Führung des Informationsgesprächs (nur bei Jungunternehmen und Unternehmen in Schwierigkeiten)
  • Beratungsbericht
  • Rechnung des Beratungsunternehmens
  • Kontoauszug des Antragstellenden über die Zahlung des Honorars

Das Verwendungsnachweisformular finden Sie unten auf der Seite unter Informationen zum Thema im Reiter „Formulare“.

Merkblatt für „Vom Coronavirus betroffene Unternehmen“

Hinweise für KMU zur Beraterauswahl

Weitere Informationen finden Sie auf der BAFA-Seite unten im Bereich „Informationen zum Thema“ in den einzelnen Reitern.

Sonderregeln zum erleichterten Bezug von Kurzarbeitergeld

(Stand: 16.03.2020)

Bundesregierung und Gesetzgeber werden kurzfristig Sonderregeln zum Bezug von Kurzarbeitergeld erlassen. Derzeit durchlaufen diese geplanten Maßnahmen ein beschleunigtes gesetzgeberisches Verfahren und sollen ab April wirksam werden.

Aktuell handeln die Arbeitsagenturen auf Basis der bestehenden Gesetzeslage. Informationen zu den geplanten Erleichterungen können Sie dem Gesetzentwurf entnehmen: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/178/1917893.pdf

Informationsseiten der Bundesagentur für Arbeit: www.arbeitsagentur.de/news/corona-virus-informationen-fuer-unternehmen-zum-kurzarbeitergeld

Merkblatt der Bundesagentur für Arbeit: www.arbeitsagentur.de/datei/merkblatt-8a-kurzarbeitergeld_ba015385.pdf

Video "So beantragen Sie Kurzarbeitergeld": www.arbeitsagentur.de/unternehmen/finanziell/kurzarbeitergeld-video

Hotline für Arbeitgeber, montags bis freitags von 08.00 – 18.00 Uhr: 0800 45555 20

Formular "Anzeige von Kurzarbeit": www.arbeitsagentur.de/datei/anzeige-kug101_ba013134.pdf

Die Einreichung des Formulars ist bei folgenden Stellen möglich:

Agentur für Arbeit Wernigerode

Rudolf-Breitscheid-Straße 19
38855 Wernigerode

Kostenfreie Rufnummern:
0800 4 5555-00 (Arbeitnehmer)
0800 4 5555-20(Arbeitgeber)

Montag 08:00 - 12:00
Dienstag 08:00 - 12:00
Donnerstag 08:00 - 12:00, 14:00 - 18:00
Persönliche Vorsprachen vor Ort weiterhin möglich,
jedoch nur nach vorheriger Terminvereinbarung

Jobcenter Harz (Zugelassener kommunaler Träger)

Rudolf-Breitscheid-Straße 19
38855 Wernigerode

Rufnummer
03943 583000

Familienkasse-Sachsen-Anhalt-Thüringen

Hohepfortestraße 37
39104 Magdeburg

Kostenfreie Rufnummern:
0800 4 5555-30 (Fragen zu Kindergeld/Kinderzuschlag)
0800 4 5555-33 (Auszahlungstermine)

Montag 08:00 - 12:00
Dienstag 08:00 - 12:00
Donnerstag 08:00 - 12:00, 13:00 - 18:00
Freitag 08:00 - 12:00

Formular: Abrechnung Kurzarbeitergeld: www.arbeitsagentur.de/datei/kug108_ba013010.pdf

Informationen des Ministeriums für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung Sachsen-Anhalt

https://mw.sachsen-anhalt.de/media/coronavirus/#c232804

Zitat: „Die Landesregierung muss sich weiter besonnen auf alle möglichen Szenarien einstellen. Bund und Länder verfügen bereits über ein breites Instrumentarium an öffentlichen Förderdarlehen und Bürgschaften, um gegebenenfalls Liquiditätsengpässe bei Unternehmen zu überbrücken.“

Hotline über Unterstützungsangebote als zentrale Anlaufstelle für betroffenen Unternehmen:
0391 567-4750
werktags 8.30 Uhr bis 16 Uhr

Unternehmen, die bedingt durch die Ausbreitung des Coronavirus in Zahlungsschwierigkeiten geraten, sollten sich zunächst an ihre Hausbank wenden. Geeignete und gängige Maßnahmen bei temporären Liquiditätsproblemen im Unternehmen bestehen in der Verlängerung der Kreditlaufzeiten und Tilgungsaussetzungen, um den Liquiditätsabfluss im Unternehmen zu reduzieren.

Im zweiten Schritt können die Unternehmen mit ihrer Hausbank aber auch auf die Investitionsbank Sachsen-Anhalt (www.ib-sachsen-anhalt.de/coronavirus-informationen-fuer-unternehmen) oder die Bürgschaftsbank Sachsen-Anhalt (www.bb-mbg.de/index.php/aktuelles/item/294-corona-finanzierungshilfen-fuer-betroffene-unternehmen) zugehen.

Bürgschaftsbank und Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Sachsen-Anhalt: Für kurzfristige Finanzierungslinien wie Kontokorrentausweitung oder Besicherung der (eigenen) Kreditmittel der Hausbank ist die Bürgschaftsbank Sachsen-Anhalt der passende Partner. Das Angebot der Bürgschaftsbank ergänzt damit das Angebot der KfW, die Hausbanken zusätzliche Kreditmittel zur Weiterleitung an die Unternehmen zur Verfügung stellt.

Die Investitionsbank Sachsen-Anhalt bietet Tilgungsdarlehen mit mittleren oder längeren Laufzeiten an. Diese können relevant sein, wenn die Betriebsmittelfinanzierung grundsätzlich im Unternehmen neu strukturiert werden soll.

KfW-Bankengruppe: Um kurzfristigen Liquiditätsbedarf zu decken, stehen für Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und der freien Berufe die etablierten auch Förderinstrumente der KfW zur Verfügung. Diese sind über Banken und Sparkassen bei der KfW zu beantragen.

Arbeitsförderung – Kurzarbeitergeld: Wenn es bei Unternehmen aufgrund der weltweiten Krankheitsfälle durch das Coronavirus zu Arbeits- und Entgeltausfällen kommt, können betroffene Beschäftigte Kurzarbeitergeld erhalten. Dank der neuen Regeln für Kurzarbeit sollen Betriebe Kurzarbeitergeld schon nutzen können, wenn nur 10 Prozent der Beschäftigten vom Arbeitsausfall betroffen sind – statt wie bisher ein Drittel. Die Sozialbeiträge sollen ihnen zudem voll von der Bundesagentur für Arbeit (BA) erstattet werden. Auch für Leiharbeiter soll Kurzarbeitergeld gezahlt werden können. Die BA übernimmt bei dieser Leistung 60 Prozent des ausgefallenen Nettolohns, wenn ein Unternehmen Mitarbeiter in Kurzarbeit schickt. Bei Arbeitnehmern mit Kind sind es 67 Prozent. Diese Erleichterungen werden rückwirkend zum 1. März in Kraft treten und auch rückwirkend ausgezahlt.
(„Kurzarbeit wird erleichtert“ (13.03.2020): www.bmas.de/DE/Presse/Meldungen/2020/kurzarbeitergeld-wird-erleichtert.html)

Arbeitsförderung – Lohnfortzahlung bei Kinderbetreuung: www.bmas.de/DE/Presse/Meldungen/2020/lohnfortzahlung-bei-kinderbetreuung.html

„Coronavirus: Arbeitsrechtliche Auswirkungen“ (10.03.2020): www.bmas.de/DE/Presse/Meldungen/2020/corona-virus-arbeitsrechtliche-auswirkungen.html?nn=70716

Ein Schutzschild für Beschäftigte und Unternehmen. Maßnahmenpaket zur Abfederung der Auswirkungen des Corona-Virus: www.bmwi.de/Redaktion/DE/Downloads/S-T/schutzschild-fuer-beschaeftigte-und-unternehmen.pdf?__blob=publicationFile&v=12

Hinzu kommen weitere Hilfen durch die Ankündigungen des Bundes, die sich derzeit in Abstimmung befinden. Folgendes steht schon jetzt fest:

  • Bürgschaftsobergrenze verdoppelt sich auf 2,5 Millionen Euro
  • Fördermöglichkeiten für Betriebsmittelkredite werden verbessert
  • Produkt „EXPRESS-Bürgschaften“ (Entscheid innerhalb von 3 Arbeitstagen) wird deutlich verbessert: höhere Risikoübernahme und höherer Betrag
  • Entscheidungen über Bürgschaften sollen noch schneller und unbürokratischer möglich sein

Online-Konferenz mit dem Bürgermeister

Bürgermeister Heiko Breithaupt lädt am Donnerstag, den 16. April 2020, um 17.00 Uhr über die Plattform Zoom zur Online-Konferenz mit unseren Unternehmerinnen und Unternehmern.

Konferenz beitreten: https://zoom.us/j/392280260

Meeting-ID: 392 280 260

Bei Fragen steht Ihnen das Unternehmerbüro gern zur Verfügung. Bitte schreiben Sie eine Mail an jana.boehme@blankenburg.de. Schreiben Sie bitte auch im Vorfeld, falls Sie inhaltlich schon konkrete Fragestellungen oder Hinweise für die Konferenz haben, die auf die Agenda sollen.

Mailverteiler Unternehmerbüro

Unser Unternehmerbüro versendet bei Vorlage neuer Erkenntisse über Unterstützungsangebote für Unternehmen Mails mit diesen Informationen an die Blankenburger Unternehmerinnen und Unternehmer. Wenn auch Sie als Unternehmer der Stadt und der Ortsteile diese Mails erhalten möchten, teilen Sie uns bitte Ihre Mailadresse mit an jana.boehme@blankenburg.de.

Für Sie eingerichtete Hotlines

Investitionsbank des Landes Sachsen-Anhalt

0800 5600757

0391 5891766

0391 5898528

Kontaktformular

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

(Mo.-Fr. 09.00 – 17.00 Uhr)

030 18615 -1515 für Unternehmen

030 18615 -6187 für Bürger*innen

Wirtschaftsministerium des Landes

(werktags 08.30 – 16.00 Uhr)

0391 567 -4750

Agentur für Arbeit für Kurzarbeitergeld

0800 45555 -20

IHK Magdeburg

0391 5693 -452 Fragen zur Finanzierung

-194 Fragen zur Finanzierung

-130 Fragen zur Finanzierung

-402 Fragen zur Finanzierung

-146 Info über internationale Lieferketten

HWK Magdeburg

(zu den Geschäftszeiten)

0391 62680

Landkreis Harz

(tägl. 08.00 – 20.00 Uhr)

03941 5970 -1505 für Unternehmen

03941 5970 -5555 für Bürger*innen

Stadt Blankenburg (Harz)

(Mo.-Fr. 08.00 – 18.00 Uhr)

03944 943 -111 für Bürger*innen

03944 943-777 für Eltern