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Gestaltungspläne öffentlich vorgestellt

Am 11.02.2020 wurden die Pläne für die Umgestaltung des Parks erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Rund 60 Blankenburgerinnen und Blankenburger folgten der Einladung der Stadtverwaltung, zur Präsentation in das Historische Rathaus. Bei der Planung für die Umgestaltung wurden auch die mehr als 770 Vorschläge der Blankenburger*innen so weit wie möglich berücksichtigt. Die Herausforderung lag darin, die Wünsche der Bürger*innen in Einklang mit Natur- und Denkmalschutz, Gesetzesgrundlagen und der Machbarkeit zu bringen.

Im Mai 2020 beginnen die Bauarbeiten an der Parkbühne. Die denkmalgeschützte Bühne wird abgerissen und durch einen Neubau ersetzt, der den Strukturen der alten Bühne entspricht. Im ebenfalls vorgesehenen Nebengebäude an der Bühne entstehen Toiletten, Lagerräume und Umkleidemöglichkeiten für die Künstler.
Das gegenüberliegende Regiehaus wird abgerissen und ebenfalls durch einen modernen Neubau ersetzt. Im Obergeschoss wird sich ein Vorführraum befinden, um verschiedenste Veranstaltungen wie Theatervorführungen, Konzerte oder Kinovorführungen zu ermöglichen. Im Untergeschoss werden weitere Toiletten, ein Technikraum, ein Ticket-Schalter und ein Lager und Verleihraum für Spielgeräte entstehen. Die Fertigstellung der Parkbühne und des Regie-Hauses ist für August 2021 geplant.

Ab Juni 2020 wird der Spielplatz ausgebaut, hier entsteht für alle Altersgruppen ein großer Bereich zum Spielen, Toben und für sportliche Aktivitäten. Die bereits vorhandenen Spielgeräte bleiben erhalten und werden um viele Attraktionen ergänzt. So sind unter anderem eine 20-Meter-Seilrutsche, ein großer Spielturm mit Röhrenrutsche, Trampoline und Tischtennisplatten geplant. Außerdem wird ein Matsch- und Wasser-Spielplatz und ein eingezäunter Bolzplatz mit Toren und Basketballkörben gebaut.
Ein Highlight wird ein bis zu drei Meter hoher Kletterfelsen sein, der in seinem Aussehen den berühmten Blankenburger Felsen „Regenstein“ und „Großvater“ ähneln soll. Für ältere Kinder, Jugendliche und Erwachsene wird ein Fitness-Parcours errichtet. Hier werden verschiedenste Geräte installiert an denen Calisthenics-Übungen, also Übungen mit dem eigenen Körpergewicht, trainiert werden können. Die Fertigstellung des Spiel- und Fitnessbereiches ist für Dezember 2020 geplant.

Ebenfalls ab Juni 2020 erfolgen Tiefbauarbeiten, um im Park Wasser- Abwasser- und Stromanschlüsse zu verlegen, so sollen Veranstaltungsflächen und Stellplätze für zwei Imbisswagen entstehen.

Nach seiner Umgestaltung werden im Park bis zu 18 Abendveranstaltungen pro Jahr erlaubt sein. Aus Gründen der Ordnung und Sicherheit, und um Vandalismus entgegenzuwirken, wird das Gelände in Zukunft begrenzt, von 7 bis 22 Uhr, öffentlich zugänglich sein. Aus diesem Grund wird bereits im Mai 2020 damit begonnen, den Stadtpark einzuzäunen.

Die weiteren Planungen sehen unter anderem die Wiederherstellung des Eiskellers, das Errichten von Staudengärten und einer Pergola sowie weiter Anpflanzungen und den Ausbau des Parkplatzes vor. Ob diese Maßnahmen im Rahmen der Förderung möglich sind, kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht gesagt werden, da durch die schwierige Marktlage genau Kostenschätzungen nicht möglich sind.

Download der Präsentation

Zahlreiche Hinweise für die Stadtparkgestaltung eingegangen

In den vergangenen Wochen hatte die Stadt Blankenburg (Harz) dazu aufgerufen, Vorschläge für die Gestaltung des Blankenburger Stadtparkes einzureichen. Bis zum 15. Juli 2019 bestand für alle Interessierten die Möglichkeit, eigene Ideen und Hinweise abzugeben. Der Aufruf erfreute sich einer sehr guten Resonanz, die Stadt bedankt sich herzlich bei allen Teilnehmern.

So wurden sechs Gesamtkonzepte mit 128 Einzelvorschlägen eingereicht. Zusätzlich wurden 127 Handzettel mit 760 Einzelvorschlägen ausgefüllt. Weitere 80 Ideen gingen per Email ein. Der Aufruf über die Sozialen Medien der Stadt erreichte insgesamt mehr als 3.000 Menschen.
Die Vorschläge kamen aus allen Altersklassen, Schüler, Eltern im Namen ihrer Kinder und Senioren haben sich an der Umfrage beteiligt. Die weiteste Zusendung erfolgte durch einen ehemaligen Blankenburger aus Österreich.

Die Kolleginnen und Kollegen des Bauamtes haben alle Vorschläge erfasst und quantitativ und qualitativ verschiedenen Kategorien zugeordnet. Aus den teilweise kontroversen Vorschlägen haben sich Schwerpunkte ergeben, die bei den weiteren Planungen berücksichtigt werden sollen. Besonders häufig trat der Wunsch nach einer Sanierung der Parkbühne auf, um diese zukünftig für Kino- und Theateraufführungen sowie Sport und Musikveranstaltungen nutzen zu können. Hierbei waren besonders Vorschläge von zukünftigen Veranstaltern solcher Events hilfreich. Eine gastronomische Versorgung wurde ebenfalls von sehr vielen Teilnehmern gewünscht, genauso wie die Möglichkeiten für sportliche Betätigungen wie Tischtennis, Basketball oder Klettern.

Alle eingegangenen Vorschläge werden unter Berücksichtigung der örtlichen Gegebenheiten und von bestehenden Denkmalschutzauflagen, auf Machbarkeit geprüft und werden in die weiteren Planungen einfließen. Für die Planer ist es besonders wichtig, Freizeitangebote für alle Altersklassen zu schaffen. Der Stadtpark soll so gestaltet werden, dass er ein beliebter Treffpunkt für alle Generationen wird.

Die vom Fachbereich Planung und Bauen erarbeiteten Gestaltungspläne werden im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung vorgestellt, der Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben. Über die konkrete Umgestaltung des Stadtparkes entscheidet dann der Stadtrat der Stadt Blankenburg (Harz).

Hintergrund
Im Ergebnis der Bewerbung um die Ausrichtung der Landesgartenschau 2022 wurde Blankenburg (Harz) als erste und einzige Kommune Sachsen-Anhalts in das Bund-Länder-Programm Städtebauförderung „Zukunft Stadtgrün“ aufgenommen.

Insgesamt werden circa 1.700.000 Euro im Stadtpark investiert. Er soll als städtischer Quartierspark für die Altstadt und die angrenzenden Wohngebiete entwickelt werden, so dass er als ökologisch wichtiger Bereich auch den steigenden Nutzungsanforderungen entspricht. „Dabei möchten wir von Anfang an die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt in die Planungen einbeziehen“, so Bürgermeister Heiko Breithaupt. „Wir hoffen auf viele gute Ideen, um unseren Stadtpark zu einem einzigartigen Treffpunkt für alle Generationen umgestalten zu können“.

Ideen für die Stadtpark-Gestaltung gesucht

Alle Blankenburgerinnen, Blankenburger und Gäste der Stadt haben die Möglichkeit, eigene Ideen und Vorschläge für die Umgestaltung des Blankenburger Stadtparkes an das Bauamt der Stadt zu übermitteln. Hinweise können noch bis zum 15. Juli 2019 per Email an bauamt@blankenburg.de eingereicht werden.

Die Blankenburger Schülerinnen und Schüler wurden bereits per Fragebogen nach ihren Wünschen befragt. Auch auf dem Blankenburger Altstadtfest bestand für jedermann die Möglichkeit, Ideen und Wünsche einzureichen. Bei beiden Aktionen konnten bereits zahlreiche Ideen gesammelt werden.

Minister Webel übergibt Fördermittelbescheid aus dem Programm „Zukunft Stadtgrün“ - Investitionen im Stadtpark können beginnen

Am Montag, den 26. November übergab Thomas Webel – Minister für Landesentwicklung und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt einen Fördermittelbescheid in Höhe von 2.470.000 Euro an den Bürgermeister der Stadt Blankenburg (Harz) Heiko Breithaupt. Knapp die Hälfte des Geldes wird im Rahmen des erstmals aufgelegten Programms „Zukunft Stadtgrün“ bewilligt. Thomas Webel betonte, dass die Stadt somit die erste und auch einzige Kommune in Sachsen-Anhalt ist, die in dieses Förderprogramm aufgenommen wird. Wie Bürgermeister Breithaupt mitteilt, werden ca. 1.130.000 Euro der Fördermittel für eine umfangreiche Verschönerung des Stadtparks verwendet. Insgesamt soll eine Summe von ca. 1.700.000 Euro in den Park investiert werden, ein Drittel davon bringt die Stadt als Eigenanteil ein.

Am 3. Juni 2015 wurde der Park als Baudenkmal in die Denkmalliste aufgenommen. Er soll nun als wertvoller, städtischer Quartierspark für die Altstadt und die angrenzenden Wohngebiete entwickelt werden, so dass er als ökologisch wichtiger Bereich auch den steigenden Nutzungsanforderungen entspricht. „Der Stadtpark war bereits wichtiger Bestandteil im Rahmen unserer Bewerbung der Stadt für die Landesgartenschau (LAGA) 2022. Auch wenn wir die Landesgartenschau nicht in unserer Stadt ausrichten, geben wir nicht auf, sondern setzen uns umso intensiver für unsere Projekte ein“, so der Bürgermeister.

Aus diesem Grund wurde im Juni 2017 Ministerpräsident Reiner Haseloff nach Blankenburg (Harz) eingeladen. Bei den Gesprächen versprach er Blankenburg seine Unterstützung: „Die Bewerbung für die LAGA solle sich in jedem Fall lohnen. Die entstandenen Ideen sollen nicht im Sande verlaufen und es wäre schön, wenn manche Teilprojekte aus der Bewerbung auf den Weg gebracht werden könnten.“

Daraufhin bewarb sich die Stadt Blankenburg (Harz) für das Bund-Länder-Programm der Städtebauförderung "Zukunft Stadtgrün" beim Bundesbauministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit.

„Die Bewerbung wurde durch die Stadt intensiv vorbereitet, und jetzt können wir die Früchte unserer Arbeit ernten“, so Bürgermeister Heiko Breithaupt. „Und ich sage auch unumwunden: Ich freue mich riesig, und wir alle wollen jetzt endlich loslegen. Das Grün in unserer Stadt wird einen kraftvollen Schwung bekommen und den sollen Bürger und Gäste auch sehen.“

Wie Birgit Walsch, Mitarbeiterin im Fachbereich Planen und Bauen der Blankenburger Stadtverwaltung mitteilt, sind umfangreiche Arbeiten im Stadtpark geplant, bei denen die Grundstruktur der Anlage erhalten bleiben soll.
Die Platz- und Wegeflächen werden erneuert, die Garteneingänge gestaltet und Pflanzungen ergänzt. Als prägender Gartenbereich wird die Parkbühne, unter Beibehaltung von Bauteilen, erneuert. Für die Bühne wird eine Nutzung als Freiluftkino und Veranstaltungsort angestrebt. Der noch vorhandene kleine Musikpavillon wurde bereits durch eine Bürgerinitiative saniert. Durch eine attraktive Gestaltung des Umfeldes soll auch dieser wieder nutzbar sein. An der Stelle des früheren Parkcafés soll ein Neubau mit Café und Toiletten entstehen. Als Anlaufpunkt für die Anwohner, wird so ein sozialer Treffpunkt und wichtiger Bereich für das Wohnquartier und die Stadt entstehen.

Der Aussichtshügel ist über die Jahre zugewachsen und wird wieder freigestellt. Zwischen dem Hügel und der Klosterstraße ist historisch ein Teich belegt, welcher ebenfalls neu angelegt wird. Dieser soll als Zwischenpuffer bei Starkregen gleichzeitig zum Hochwasserschutz beitragen.
Der Stadtpark soll in naturnahe Flächen in Randbereichen und gestaltete Flächen im zentralen Parkgelände gegliedert werden. Ein Duftgarten und farbenfrohe Staudenpflanzungen tragen zu einer höheren Attraktivität bei.

Der Spielplatz soll ausgebaut werden und das Spielangebote für Jung und Alt mit Outdoor-Fitnessinseln ergänzt werden. Auch der Parkplatz wird ausgebaut und zusätzlich begrünt.
 „Grün ist Lebensqualität und ein wichtiger Standortfaktor, daher wollen wir unsere Stadtquartiere stärken und als Orte der Begegnung und Erholung ausbauen“, so Birgit Walsch. „Wir freuen uns sehr darauf unseren Stadtpark für die Bürgerinnen und Bürger sowie die Besucher der Stadt verschönern zu können.“

Zum Hintergrund des Programms
Auf Initiative des Bundesbauministeriums wurde 2013 ein integrierter, breit angelegter und langfristiger Prozess des Bundes zum Thema „Grün in der Stadt“ angestoßen. Ein Meilenstein war das 2015 veröffentlichte Grünbuch Stadtgrün – Für eine lebenswerte Zukunft, das den aktuellen Wissensstand zu den Funktionen grüner Infrastruktur für städtische Raume wiedergibt. Darauf aufbauend wurde das Weißbuch Stadtgrün erarbeitet und im Mai 2017 vorgestellt. Es enthält konkrete Maßnahmen und Handlungsempfehlungen, wie der Bund die Kommunen dabei unterstützen wird, Grün- und Freiraume zu sichern und zu qualifizieren. Länder, Kommunen und städtische Akteure werden darin bestärkt, urbanes Grün zu schaffen oder zu erhalten und damit zu einem selbstverständlichen Aspekt der integrierten Stadtentwicklung werden zu lassen, auch in Abwägung mit anderen stadtentwicklungspolitischen Zielen.
Zu den Maßnahmen gehört das neue Städtebauförderungsprogramm „Zukunft Stadtgrün“. Es ergänzt die Möglichkeiten zur Stärkung des Grüns in den bestehenden Städtebauförderungsprogrammen. Damit erweitert die Bundesregierung das Angebot der städtebaulichen Förderung und stellt den Ländern zusätzliche Mittel für die gezielte Förderung des Stadtgrüns zur Verfügung.
Informationen zur Initiative Grün in der Stadt finden Sie unter www.gruen-in-der-stadt.de. Grün- und Weißbuch stehen als Download bereit.

Programmumsetzung in den Kommunen
Im ersten Programmjahr wurden 137 Gesamtmaßnahmen in 129 Kommunen bewilligt. Kommunen aller Größenordnungen nehmen am Programm teil, von der Landgemeinde bis zur Großstadt. Die Mehrheit der beteiligten Kommunen sind wachsende Städte. Die Fördergebiete befinden sich zu über 80% in den Innenstädten oder innenstadtnah.
Förderung erhalten überwiegend Maßnahmen zur Qualifizierung von Grün- und Freiflächen, um dadurch die Wohn- und Lebensqualität zu steigern. In einigen Kommunen werden über das Programm neue Grünflächen angelegt und auch die Vernetzung von Grün- und Freiflächen ist ein großes Thema. Oft wird das Programm genutzt, um Grünflächen an Flüssen oder Seen aufzuwerten und das Element Wasser in der Stadt zugänglich und stärker erlebbar zu machen. Etliche Kommunen wollen die Verbindung von Grün mit Sport- und Bewegungsangeboten mit dem Ziel einer multifunktionalen Nutzung voranbringen. Zudem sind ein besseres Stadtklima, biologische Vielfalt und Naturerfahrung für viele Kommunen Hintergrund und Zielsetzung für die beantragten Maßnahmen. Doch auch Sanierungsmaßnahmen an Infrastruktur und Gebäuden innerhalb von Stadtgrünmaßnahmen sind vertreten. Da sich das Programm noch ganz am Anfang befindet, werden nun vielerorts zunächst die integrierten Konzepte oder bauvorbereitenden Maßnahmen wie der Flächenerwerb gefördert.

2. Quelle: Bundestransferstelle Zukunft Stadtgrün Planergemeinschaft für Stadt und Raum eG Lietzenburger Straße 44 | 10789 Berlin, www.staedtebaufoerderung.info/StBauF/DE/Programm/ZukunftStadtgruen/Newsletter/Newsletterarchiv/Newsletter1_2018.pdf?__blob=publicationFile&v=2 (Abruf am 25.11.18)