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Touristisches Entwicklungskonzept Schlösser und Schlossgärten Blankenburg (Harz)

Download

Das vollständige Konzept können Sie hier herunterladen. (PDF, ca. 62,3 MB)

Eine Zusammenfassung finden Sie hier. (PDF, ca. 3 MB)

Wenn Sie nicht das gesamte Konzept, sondern nur einzelne Bausteine herunterladen möchten, haben Sie nachfolgend die Möglichkeit:

Inhaltsverzeichnis (PDF, ca. 1,2 MB)

1 – Einleitung und Vorgehensweise (PDF, 950 KB)

2 – Grundlage des Touristischen Entwicklungskonzeptes (PDF, ca. 6 MB)

3 – Strategische Situations- und Umfeldanalyse (PDF, ca. 8,7 MB)

4 – Historie und Stadtentwicklung – Die Identität (PDF, ca. 4 MB)

5 – Vision und Dachmarke (PDF, ca. 5,4 MB)

6 – Gesamtkonzept Schlösser und Gärten Blankenburg (PDF, 570 KB)

7 – Nutzungskonzept Großes Schloss Blankenburg (PDF, ca. 19,4 MB)

8 – Nutzungskonzept Kleines Schloss Blankenburg (PDF, ca. 13,7 MB)

9 – Nutzungskonzept Schlossgärten Blankenburg (PDF, ca. 9 MB)

10 – Ansätze für die Dachmarke (PDF, ca. 3,2 MB)

11 – Handlungsempfehlungen (PDF, 269 KB)

Literaturverzeichnis (PDF, 142 KB)

Hintergrund

Die Stadt Blankenburg (Harz) verfügt über eine hohe geschichtliche Bedeutung. Mit Ausnahme der Parks und Gärten, die bereits ein starkes Angebotselement repräsentieren, besteht jedoch ein gravierendes Missverhältnis zwischen dem geschichtlich basierten touristischen Potential und den tatsächlich nutzbaren bzw. erlebbaren Angeboten – sowohl in quantitativer als auch in qualitativer Hinsicht. Die Stadt steht vor der Herausforderung, ihr dieses Potenzial zu nutzen und sich im Gefüge der Harzstädte zu profilieren. Mit dem Prozess einer tiefgreifenden touristischen Umgestaltung der Stadt wurde bereits begonnen, dieser wird allerdings noch einige Jahre in Anspruch nehmen. Dabei soll die geschichtliche, künstlerische und wissenschaftliche Bedeutung der Stadt für den Besucher hervorgehoben und erschlossen werden. Es gilt, das einzigartige natürliche Angebot der Stadt touristisch in Wert zusetzen und das abgeleitete touristische Angebot qualitativ und quantitativ zu entwickeln. 

Für die Erlangung eines klaren touristischen Profils mit deutlicher Abgrenzung zum Angebot anderer Harzstädte (Entwicklung eines Alleinstellungsmerkmals), sind die Fokussierung auf die Kernkompetenzen und Alleinstellungen Blankenburgs (Harz) sowie die Herausstellung der Stärken und Unterschiede des touristischen Angebotes notwendig.
Als Leuchtturmprojekt und Zugpferd für die touristische Entwicklung der Stadt gilt das Ensemble der Schlösser und Schlossgärten. Das Schlossensemble soll mittels eines zukunftsorientierten Nutzungs- und Vermarktungskonzeptes belebt werden. Die Grundlagen dafür werden mit dem „Touristischen Entwicklungskonzept Schlösser und Schlossgärten Blankenburg (Harz)“ gelegt.
Das Konzept beinhaltet neben der Erstellung des Leitbildes für die gemeinsame touristische Vermarktung der Dachmarke ebenso die Erstellung der Nutzungskonzepte der Schlösser und Gärten mit dem Fokus auf eine touristische Nutzung.
Für die Akteure einer Destination werden mittels eines Tourismuskonzeptes relevante Arbeitsschritte für die Begleitung eines geplanten und somit steuerbaren Veränderungsprozesses entworfen. Dabei wird ein marktwirtschaftlicher Ansatz verfolgt und ein ganzheitliches Konzept erstellt, welches die vollständige Ausrichtung der Destination mit samt ihrer Produkte und Dienstleistungen auf den Markt erfordert.

Chronik

März 2017

Die „Großes Schloss Blankenburg gGmbH“ und die Stadt Blankenburg (Harz), „Stiftung Barocke Schlossgärten und Parks“ vereinbaren eine engere Zusammenarbeit. Es wird nach Konzepten für die weitere Entwicklung gesucht

Das Große und Kleine Schloss, sowie die Schlossgärten sind durch eine über 300jährige Geschichte eng miteinander verbunden. Das einmalige Ensemble Barocker Kultur soll entwickelt werden, so dass eine aufeinander abgestimmte, touristische Nutzung erfolgen kann. 
Bereits 1998 wurde die städtische, rechtlich unselbständige Stiftung „Barocke Schlossgärten und Parks in Blankenburg (Harz)“ gegründet. Sie umfasst den gesamten städtischen, unter Denkmalschutz stehenden Gebäude- und Gartenbereich, mit dem Kleinen Schloss, dem Teehaus, dem Prinzessinnenturm, der Oberen Mühle und dem ehemaligen Parkwärterhaus am Schlossteich. Zu den Gartenbereichen zählen der Terrassengarten mit Orangerieplatz, der Berg- und Fasanengarten, der Schlosspark und der Fürstengrund. Der Parkplatz am Terrassengarten zählt ebenfalls zum Bereich der Stiftung.
Die Großes Schloss Blankenburg gGmbH wurde im Jahr 2008 gegründet und ist seit Dezember 2008 Eigentümerin des Großen Schlosses. Die Remise und der Marstall zählen ebenfalls zu diesem Gebäudekomplex. Aber auch das direkte Umfeld gehört dazu, es ist eingebettet in den Schlosspark.
Gemeinsames Ziel beider Institutionen ist die denkmalgerechte Sanierung, Restaurierung, Erhaltung und Pflege des nach dem Denkmalschutzgesetz des Landes Sachsen-Anhalt anerkannten Kulturdenkmals "Großes und Kleine Schloss mit Park" und der zugehörigen Anlagen, sowie die Herstellung und Sicherung einer denkmalgerechten Nutzung.
Daraus resultierte die Notwendigkeit ein gemeinsames Konzept zu entwickeln. Es wurde nach Fördermöglichkeiten gesucht und im März 2017 ein Kooperationsvertrag zwischen beiden Einrichtungen geschlossen.

Ebenfalls im März 2017 erfolgte der Stadtratsbeschluss zur Erstellung eines touristischen Entwicklungskonzeptes „Schlösser und Schlossgärten Blankenburg (Harz)“

Von März bis Juni 2017 erfolgte die Vorbereitung und Antragstellung zur Förderung der Regionalentwicklung in Sachsen-Anhalt aus dem Programm Sachsen-Anhalt REGIO. 
Inhalt des Antrages ist die Erstellung eines touristischen Entwicklungskonzeptes „Schlösser und Schlossgärten Blankenburg (Harz)“. 

Im Juni 2017 erhielt die Stadt Blankenburg (Harz) den Zuwendungsbescheid.
Das beantragte Konzept baut auf dem „Integrierten Stadtentwicklungs- und Regionalkonzept“ (ISREK) auf, worin die gesamtgemeindliche Entwicklungsstrategie und touristische Profilierung der Stadtregion (Teil A) festgeschrieben wurde. Touristische Schwerpunktthemen wurden herausgearbeitet, die es zu vertiefen galt.
Gegenstand der zu erarbeitenden Konzeption war die Entwicklung einer Tourismusstrategie und die Erarbeitung von Ansätzen für die Entwicklung einer Dachmarke der Schlösser und Schlossgärten in Blankenburg (Harz). Schloss und Schlossgärten sind Teil des touristischen Netzwerks „Gartenträume- Historische Parks in Sachsen-Anhalt“, welche als eine der fünf bestehenden touristischen Markensäulen des Landes beworben werden.
Bei der Erarbeitung des beantragten Konzeptes wurde die Themenvielfalt der gesamten Stadt berücksichtigt. Es erfolgte eine enge Abstimmung mit allen im Tourismus eingebundenen Akteuren.
Die Schlösser und Gärten sollten im Rahmen des beantragten Projektes auf konkrete Nutzungsmöglichkeiten und die räumliche Organisation untersucht, sowie durch eine Finanzanalyse auf Tragfähigkeit geprüft werden. Die Realisierbarkeit der Projekte und die Bildung von in sich tragfähigen Teilabschnitten standen dabei im Vordergrund. 
Alle für die Stadt Blankenburg (Harz) und den Landkreis Harz touristisch relevanten Themen waren bei der Konzepterarbeitung zu berücksichtigen, da sie in einer engen Wechselwirkung mit den Nutzungsmöglichkeiten der Schlösser und Schlossgärten stehen, was nicht zuletzt auch eine entscheidende Auswirkung auf die gesamte Stadtentwicklung haben wird.
 
2. November 2017
Strategieworkshop zum Projektstart „Touristisches Entwicklungskonzept Schlösser und Schlossgärten Blankenburg (Harz)“
Im Großen Schloss in Blankenburg (Harz) fand ein Strategieworkshop zum Projektstart „Touristisches Entwicklungskonzept Schlösser und Schlossgärten Blankenburg (Harz)“ statt. Eingeladen waren Vertreter des Landes, des Landkreises Harz, der Tourismusverbände, sowie Vertreter der Stadt Blankenburg (Harz). Frau Brümmer vom Büro Denkmal Konzepte, stellte das Projekt vor. Dargestellt wurden der Aufbau und der Ablauf des Projektes. Die Grundlage bietet eine IST-Analyse, welche die aktuelle Situation der Gärten und Schlösser darstellte. Diese war auch Ausgangssituation für den Workshop. Im weiteren Verlauf des Projektes erfolgte die Einordnung der Konzeptthemen in die Strategien des Landes, Landkreises und der Stadt. Eine weitere Grundlage für die Konzeptentwicklung bildete die Analyse des Umfeldes.
Hauptbestandteil des Projektes war die Entwicklung der Nutzungskonzepte. Hierbei waren passende und zielgruppengerechte Nutzungsmöglichkeiten und Angebotsbestandteile zu entwickeln. Dies erfolgte unter Beachtung der räumlichen Gegebenheiten und gegebenen Rahmenbedingungen zur Entwicklung der Gesamtanlage. Die anschließende Finanzanalyse dient der Prüfung der Realisierbarkeit und Tragfähigkeit der entwickelten Nutzungsideen. Ansätze für die Entwicklung einer touristischen Dachmarke zur gemeinsamen Vermarktung des Gesamtensembles schließen sich den Nutzungskonzepten an. Ein Leitfaden zur Umsetzung der ersten Schritte bildet den Abschluss des Projektes.
 
1. März 2018
Zwischenpräsentation mit anschließendem Ideenworkshop

Im Rahmen des Projektes „Touristisches Entwicklungskonzept für die Schlösser und Schlossgärten Blankenburg (Harz)“ fand am 1. März 2018 eine Präsentation der Zwischenergebnisse mit einem anschließenden Ideenworkshop statt.
Nach dem Projektauftakt im November des vergangenen Jahres wurden die Grundlagen für die Erstellung der Nutzungskonzepte und die Entwicklung der Dachmarke für das Gesamtensemble „Schlösser und Schlossgärten Blankenburg (Harz)“ gelegt. Die bisherigen Arbeitsschritte umfassten die Bereiche der Bestandsaufnahme und Analyse der Ausgangssituation, der Analyse des Umfeldes mit Betrachtung aktueller gesellschaftlicher und touristischer Trends, sowie einer Wettbewerbsanalyse. Des Weiteren erfolgte die Einordnung des Projektes in die touristischen Strategien des Landes Sachsen-Anhalt, des Landkreises und der Stadt Blankenburg (Harz). 
Im Rahmen des Workshops wurden gemeinsam die Herausforderungen des Status Quo erfasst, das Projektumfeld betrachtet und die Identität der Schlösser und Gärten Blankenburgs herausgestellt. Die gemeinsame Diskussion der Themen sollte im Rahmen des Ideenworkshops dann in die Entwicklung von Visionen und Zielen für die Schlösser und Gärten führen. Als Grundlage für die Erstellung der Konzepte sollten auf dieser Basis gemeinsam Ideen entwickelt werden.
 
April 2018 
Stadt gründet Lenkungsgruppe für die Erarbeitung des "Touristischen Entwicklungskonzeptes Schlösser und Schlossgärten Blankenburg (Harz)"

Fachbereichsübergreifend sollten Anregungen zur weiteren Entwicklung der Schlösser und Gärten in das Touristische Entwicklungskonzept einfließen, daher gründete die Stadt Blankenburg (Harz) eine hausinterne, fachbereichsübergreifende Lenkungsgruppe. Alle anstehenden Fragen werden gemeinsam abgestimmt, denn ein gutes Konzept wird die touristische Entwicklung der gesamten Stadt voranbringen.
Das bereits bestehende Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISREK) wird somit fortgeschrieben.

19. Februar 2019
Abschlusspräsentation des "Touristischen Entwicklungskonzeptes Schlösser und Schlossgärten Blankenburg (Harz)"

Die Stadt Blankenburg (Harz) hat seit 2017 eine touristische Entwicklungsstrategie für die Schlösser und Schlossgärten Blankenburg (Harz) erarbeitet. Im Rahmen des Projektes wurden die Nutzungskonzepte für das Kleine Schloss und die Schlossgärten weiterentwickelt, das Nutzungskonzept für das Große Schloss erstellt und die Vision für eine touristische Dachmarke der Stadt entwickelt.
Ausgehend von unserem Konzept für die Schlösser und Gärten Blankenburgs, verfolgen alle Beteiligten das gemeinsame Ziel, die Stadt zukunftsorientiert und nachhaltig als „Stadt der besonderen Orte“ zu entwickeln. Für uns bedeutet dies, die Geschichte Blankenburgs durch ein eigens entwickeltes touristisches System für Besucher erlebbar zu gestalten. Wir wollen bewusst eine Auseinandersetzung mit der Tradition und der Geschichte unserer Stadt schaffen und „das gelebte Alte in einer neuen Sprache“ verfassen. Diese Entwicklung – ausgehend von den Gärten und Schlössern – wird in der Stadt fortgesetzt.
Unsere Konzepte und Vorhaben, der Weg bis dahin und unsere Pläne wurden im Rahmen einer Abschlusspräsentation Vertretern des Landes, des Landkreises, Tourismusverbänden, Politikern und Bürgern der Stadt vorgestellt.

Das Projekt wird durch das Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt gefördert.