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Blankenburg

Die Blütenstadt am Harz!

Foto: Jana Böhme

24.03.2020

Grasedanz zum Immateriellen Kulturerbe erklärt

Die Harzer Tradition des Grasedanzes in Hüttenrode und Neuwerk zählt ab sofort zum Immateriellen Kulturerbe in Deutschland. Das haben die Kulturministerkonferenz und die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien auf Empfehlung des Expertenkomitees der Deutschen UNESCO-Kommission bestätigt.

„Der Grasedanz ist eine lebendige Tradition in zwei Harzdörfern, bei der Frauen die Hauptrolle spielen. Sie haben das Fest vor mehr als 100 Jahren als Wertschätzung ihrer Arbeit initiiert. Heute ist der Grasedanz über die Region hinaus bekannt und hat einen wichtigen Stellenwert in der Festkultur. Der Brauch zeigt sich offen, wandlungsfähig und generationenübergreifend“, heißt es in der Begründung.
Der Grasedanz ist urkundlich bis in das Jahr 1887 zurück zu verfolgen. Frauen und Mädchen zogen damals mit Sichel und Tragekorb auf die Bergwiesen, um Futter für die Tiere zu holen. Im Spätsommer fiel ihnen die Hauptarbeit des Heumachens zu. Die Männer waren als Hauptverdiener vorrangig im Bergbau und der Forstwirtschaft tätig. Als Entschädigung für die harte Arbeit der Heuernte durch die Frauen entstand das Heuerntefest, der Grasedanz.

 

 

Foto: Jens Müller