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Blankenburg

Die Blütenstadt am Harz!

Foto: Jana Böhme

17.10.2019

Wanderwege nach Sanierung freigegeben

Im Blankenburger Naturerbewald hat die Stiftung Umwelt,- Natur- und Klimaschutz des Landes Sachsen-Anhalt (SUNK) die Wanderwege Bastweg und Silberborngrund auf einer Länge von acht Kilometern umfangreich sanieren lassen. Bei einem symbolischen Scherenschnitt haben Ortswehrleiter Dr. Alexander Beck, Harzklub-Vizepräsident Klaus Dumeier, SUNK-Geschäftsführer Dr. Wolfgang Milch und Bürgermeister Heiko Breithaupt die Wege frei gegeben.

Wie Wolfgang Milch informierte, wurden rund 350 000 Euro investiert, um die forstwirtschaftliche und touristische Erschließung im Blankenburger Naturerbewald zu verbessern. Die Mittel stammen aus einem speziell bereitgestellten Fördertopf des Landes Sachsen-Anhalt. Da erst ein Drittel dieser Mittel ausgeschöpft sind, sollen im Jahr 2020 weitere fünf Kilometer Wanderwege im Stiftungswald instandgesetzt werden.

Laut Bürgermeister Heiko Breithaupt erfolgte bereits bei der Planung eine enge Zusammenarbeit zwischen der Stadt, der Freiwilligen Feuerwehr, der SUNK und dem Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten Sachsen-Anhalt (ALFF). Dafür bedankte er sich ausdrücklich bei allen Beteiligten. Die beiden vergangenen Jahre mit den extrem trockenen Sommermonaten haben gezeigt, dass besonders der Brandschutz im Naturerbewald berücksichtigt werden muss. „Im Ernstfall müssen unsere Einsatzkräfte die Brandherde in kürzester Zeit erreichen können“, so der Bürgermeister.

Alexander Haase, Projektleiter für den Naturerbe-Wald bei der SUNK, gab einen Einblick in den Umfang der notwendigen Baumaßnahmen für die Wiederherstellung der Wanderwege. Die Wege wurden komplett neu hergestellt, dabei wurden ausschließlich Naturmaterialien verwendet. Zunächst wurde mit Baggern die gesamte Wegstrecke begradigt. Bei der Planung musste besonders die Wasserführung berücksichtigt werden. „Wasser ist der größte Feind der Wege“, so der Projektleiter. Um Ausspülungen zu verhindern wurden rund 20 Durchlässe mit Durchmessern von 40 bis 120 cm errichtet. Deren Ein- und Ausläufe wurden zusätzlich mit einer Anhäufung verschieden großer Steine gesichert. Auf dem Weg entstand ein mehrschichtiger Aufbau mit einer uhrenglas-förmigen Deckschicht. Die feine Körnung der Deckschicht macht den Weg besonders radfahrerfreundlich und sorgt dafür, dass Wasser auf der Oberfläche zügig in die Gräben abfließen kann.

Der Bastweg und der Silberborngrund dürfen zunächst nur von Wanderern genutzt werden. Insbesondere Reiter werden gebeten die Wege zu meiden, da die aufgebrachten Schichten sich erst noch verdichten müssen. Da das Material noch zu weich ist, würden die Hufe der Pferde diese sonst beschädigen.

Alexander Haase (Mitte) erläutert die erfolgten Arbeiten an den Wanderwegen.